Termine Sommersemester 2026
| 29.04.2026 | 17:00 | There will be no surrender - Konzert des indianischen Singer-Songwriters und Lesung aus seiner Autobiografie (Englisch und Deutsch) | Mitch Walking Elk | Studienzentrum HS2 & WebEx |
| 21.05.2026 | 17:00 | Ein Endlager für radioaktive Abfälle in Österreich? Bericht aus dem Nationalen Entsorgungsbeirat | Frank Melcher | WebEx |
| 28.05.2026 | 17:00 | Nachhaltiges Leben im Hohen Atlas | Christian Teichert | HS Miller von Hauenfels & WebEx |
| 18.06.2026 | 17:00 | Das Energiesystem aus Sicht der Windenergie | Florian Maringer | WebEx |
18.06.2026: Das Energiesystem aus Sicht der Windenergie
Florian Maringer moderiert von Thomas Kienberger

(c) CC0 Public Domain / Kratochvil
Kurzfassung
Digitalisierung und Erneuerbare Energien sind die wesentlichen Treiber für technologische und soziale Weiterentwicklung des Energiesystems. Das bisher vom Gedanken der Verbraucherversorgung getragene Energiesystem muss sich massiv wandeln, weil sowohl die immer günstiger werdende, dargebotsabhängige Erzeugung als auch neue Möglichkeiten zur Teilnahme am Energiesystem Fakten schaffen. Die dabei entstehenden Herausforderungen sind Momentaufnahmen einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Im Vortrag sollten diese Treiber aber auch Herausforderungen diskutiert werden.

Florian Maringer ist seit mehr als 15 Jahren im Bereich Klima-, Energie- und Industriepolitik tätig und vertritt diese Themen in nationalen und europäischen Gremien. Von 2011 bis 2017 war er bei der IG Windkraft für Energie-, Klima- und Industriepolitik zuständig. Bis Ende 2019 war er Geschäftsführer des Dachverbands Erneuerbare Energien Österreich und von Anfang 2020 bis Ende 2023 war er im Kabinett des Klimaschutzministeriums zuständig für Klima- und Energiepolitik sowie industriepolitische Fragen. Anfang 2024 gründete er gemeinsam mit Tina Deutsch und Katharina Rogenhofer KONTEXT Institut für Klimafragen und ist dort im Beirat. Seit Oktober 2024 ist er Geschäftsführer des österreichischen Windenergieverbandes und Vizepräsident des europäischen Erneuerbare Energien Verbandes.
28.05.2026: Nachhaltiges Leben im Hohen Atlas
Christian Teichert

(C) PxHere / CC0 Public Domain
Kurzfassung
Der Hohe Atlas im Süden Marokkos ist die höchste Gebirgskette des Atlas-Hochgebirges im Nordwesten Afrikas. Unsere kleine WeltWeitWandern-Reisegruppe bewegt sich möglichst nachhaltig mit einheimischen Berbern und deren Maultieren auf uralten Karawanenpfaden vorbei an entlegenen Dörfern mit Terrassenfeldern, welche mit Photovoltaik-getriebenen Pumpen bewässert werden. Abends wird frisch gebackenes Fladenbrot mit Kräutertee und Köstlichkeiten der marokkanischen Küche verzehrt und den Liedern unserer Begleiter gelauscht. Ein Besuch im neu eröffneten Museum des M'Goun-Geopark zur Geologie des Hohen Atlas und ein Treffen mit einem ehemaligen Diplomanden in seiner Heimatstadt Marrakesch sind abschließende Höhepunkte einer Reise zu einzigartigen Kulturen mit traditioneller, nachhaltiger Lebensweise.

Christian Teichert hat in Deutschland Physik studiert und war nach seiner Promotion im Jahre 1992 als Postdoc am Forschungszentrum Jülich an der University of Wisconsin Madison, USA, und am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle/Saale tätig. Von 1998 bis 2025 hat er am Institut für Physik der Montanuniversität gelehrt. Seine Forschung lag im Bereich der Materialphysik und Oberflächenwissenschaft mit Schwerpunkt auf Halbleiternanostrukturen und Rasterkraftmikroskopie, oft im Rahmen mit internationalen Projektpartnern sowie internationalen Diplomanden und Doktoratsstudenten der MUL. In den Jahren 2023–2024 war er Präsident der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft, wo er besonders auch die Aktivitäten des Fachausschusses Energie und Nachhaltigkeit gefördert hat. Er fühlt sich als Kosmopolit und wandert gerne, um andere Kulturen und Lebensweisen hautnah zu erfahren.
21.05.2026: Ein Endlager für radioaktive Abfälle in Österreich? Bericht aus dem Nationalen Entsorgungsbeirat
Frank Melcher moderiert von Christoph Scherounigg

(c) NES GmbH
Kurzfassung
„Radioaktiver Müll? In Österreich? Unmöglich!" Dies sind typische Reaktionen der Öffentlichkeit auf die Frage, was mit dem radioaktiven Abfall in Österreich geschehen soll. Die Genehmigung für das derzeitige Zwischenlager in Seibersdorf läuft 2045 aus. Frank Melcher war vier Jahre lang Mitglied im Nationalen Entsorgungsbeirat, dessen Aufgabe es war, ein Konzept für die Endlagerung von über 17000 „gelben Fässern" mit radioaktivem Müll zu erarbeiten. Er berichtet von der Notwendigkeit eines Endlagers, aber auch von den damit verbundenen Problemen, und zeigt den Weg auf, den Politik und Gesellschaft nun gehen sollten um Schaden von der Republik und seinen Bürgern abzuwenden.

Frank Melcher leitet den Lehrstuhl für Geologie und Lagerstättenlehre an der Montanuniversität Leoben seit 2013. Nach einem Studium der Geologie in Mainz und einem Masterstudium in Petrologie und Mineralogie in Innsbruck promovierte er 1993 an der Montanuniversität Leoben über Gold- und Manganlagerstätten in Ghana. Nach einem Postdoc-Jahr am Minnesota Geological Survey und einer Anstellung als Assistenzprofessor in Leoben habilitierte er sich im Jahr 2000 in den Fächern Petrographie und Mineralogie. Von 2000 bis 2013 war Melcher an der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover mit Forschungen zur Versorgung der EU mit kritischen Rohstoffen und der Entwicklung von Fingerprintingverfahren für Konfliktrohstoffe aus Zentralafrika tätig. Zusätzliche Forschungsschwerpunkte liegen bei heimischen mineralischen Rohstoffen, mikroanalytischen Methoden und Herkunftsnachweisverfahren. Melcher war von 2017 bis 2020 Präsident der Österreichischen Mineralogischen Gesellschaft. Von 2021 bis 2025 war er Mitglied des Österreichischen Beirats für die Entsorgung radioaktiver Abfälle. Er ist zudem Autor von mehr als 350 Publikationen, darunter über 120 in peer-reviewten Zeitschriften.
29.04.2026: There will be no surrender - Konzert des indianischen Singer-Songwriters und Lesung aus seiner Autobiografie
Mitch Walking Elk moderiert von Christian Teichert und Desmond Doyle

(C) KARPOV THE WRECKED TRAIN / CC0 Public Domain
Kurzfassung
Diesmal unter dem Motto "Nachhaltig Sozial" - Der Angehörige der Cheyenne-Arapahoe singt über indianische Traditionen und prangert in seinen Liedern Lebensumstände und Ungerechtigkeiten an, mit denen die amerikanische Urbevölkerung noch heute kämpft, und über die er in seiner Autobiographie "There will be no surrender - Ich werde mich nie ergeben" schonungslos offen berichtet.

Mitch Walking Elk, geboren 1950, ist ein indianischer Singer-Songwriter. Er litt unter der unmenschlichen Behandlung indianischer Kinder fern von ihren Familien. Er arbeitet als Pädagoge, Sozialarbeiter und Lehrer. Als Zeremonienmeister gibt er uralte, nachhaltige Traditionen seines Stammes an neue Generationen weiter.
